Technologieorientierungsjahr: „Man lernt viel, man sieht viel und findet ganz natürlich heraus, was einem liegt.“
Quirijn Traast (17) aus Knegsel wusste eines ganz sicher: Es musste etwas mit Technologie zu tun haben. Aber was genau? Er hatte keine Ahnung. Nach vier Jahren Sekundarschule wählte er daher nicht sofort einen bestimmten Studiengang, sondern… Orientierungsjahr für Ingenieurwesen und Technologie (OTT) Bei Summa: ein Jahr, in dem man verschiedene technische Kurse erkundet und herausfindet, was einem liegt, um dann eine bewusste Entscheidung zu treffen. „Ich lerne nicht so gern aus Büchern. Ich arbeite lieber praktisch. Daher passt das besser zu mir.“
Laut Quirijn liegt die Stärke des Orientierungsjahres in der Vielfalt und dem breiten Spektrum an Wahlmöglichkeiten. „Ich finde das gesamte Angebot sehr positiv. Man erhält Unterricht in verschiedenen technischen Bereichen, wie zum Beispiel …“ Summa Automotive, Summa Engineering en Summa Laboratorium„Und Sie besuchen viele Technologieunternehmen.“
Quirijn stieß am Ende des Schuljahres in HAVO 4 an seine Grenzen. „Ich habe das Jahr nicht abgeschlossen und hatte noch keinen Überblick über die verschiedenen Studienmöglichkeiten. Als ich aber von diesem Orientierungsjahr hörte, habe ich mich sofort angemeldet. Das passt perfekt zu mir.“ Das Interesse an Technologie war schon immer da. „Physik und Chemie haben mich schon immer interessiert. Und Technologie im Allgemeinen. Ich wusste, dass ich in diese Richtung gehen wollte.“
Blicke weit, erlebe es wirklich.
Das Programm ist praxisorientiert. „Montags ist Schule. Dienstags und mittwochs besucht man verschiedene Studienprogramme, zum Beispiel …“ Summa Technology Im BIC in Eindhoven oder an anderen Summa-Standorten, an denen die technische Ausbildung im Mittelpunkt steht. Donnerstags findet in der Regel ein Firmenbesuch bei einem Technologieunternehmen in der Region statt. Freitags blickt man auf die Woche zurück und bespricht, was einem gefallen und was nicht so gut gefallen hat.
Darüber hinaus gibt es Gastvorträge. „Zum Beispiel über Drohnen oder Betriebswirtschaft. Das eröffnet eine andere Perspektive. In kurzer Zeit bekommt man so einen Einblick in viele verschiedene Aspekte der Arbeit im Technologiebereich.“
Neben der Erkundung technischer Studiengänge arbeiten die Studierenden auch an ihrer persönlichen Weiterentwicklung. Sie nehmen an Berufsorientierungskursen teil, entwickeln Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Präsentationsfähigkeiten und belegen ein Wahlfach. Fächer wie Niederländisch, Mathematik, Englisch und Staatsbürgerkunde sind ebenfalls Bestandteil des Programms.
Wir nähern uns immer mehr einer Entscheidung.
Quirijn begann das Jahr mit einer Gruppe von zehn Schülern. Einige haben inzwischen bereits ihren Weg gefunden. „Einer hat sich für Informatik entschieden, ein anderer für das Labor. Wieder ein anderer hat sich für ein Bauprogramm entschieden. Das ist durchaus im Laufe des Jahres möglich, wenn man genau weiß, was man will.“
„Meine endgültige Entscheidung rückt näher. Ich schwanke momentan zwischen Elektrotechnik und Installationstechnik. Ich möchte mich auf jeden Fall auf den Nichtwohnungsbau konzentrieren, also auf größere Gebäude und Anlagen.“ Ende des Jahres wird er seine endgültige Entscheidung für sein weiteres Studium treffen.
Die Praktika helfen dabei. „Man absolviert drei vierwöchige Praktika. Das ist wirklich nützlich, denn so sieht man, wie die Arbeit tatsächlich aussieht und bekommt einen guten Eindruck vom Beruf.“
Kein verlorenes Jahr
Das Jahr bringt auch konkrete Ergebnisse. „Sie erwerben Ihren VCA, ein grundlegendes Sicherheitszertifikat, das Sie für sicheres Arbeiten im technischen Bereich benötigen. Außerdem legen Sie Prüfungen in Niederländisch und Arithmetik ab. Von diesen Prüfungen werden Sie im Laufe Ihrer Ausbildung befreit.“
Das Orientierungsjahr steht auch im Einklang mit der breiteren Bewegung in der Region, mehr technische Fachkräfte auszubilden. Innerhalb des Programms Talent für Halbleiter Bildungseinrichtungen, Regierung und Unternehmen arbeiten im Brainport-Projekt zusammen, um qualifizierte Fachkräfte für die schnell wachsende Chipindustrie auszubilden. Studierende, die sich im Orientierungsjahr spezialisieren, absolvieren anschließend Studiengänge, die direkt auf diese Entwicklungen und die Anforderungen des Berufsfelds abgestimmt sind.
Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.
„Da einem das gesamte Spektrum an Möglichkeiten vorgestellt wird, kann man eine sehr bewusste Entscheidung treffen. Das ist enorm hilfreich. Ich würde dieses Orientierungsjahr auf jeden Fall empfehlen. Man lernt viel, sieht viel und ist oft in sehr praxisorientierte Arbeit eingebunden.“