Sportliche Berufsschüler sind nun auch im Studentensportzentrum der TU/e willkommen.
Für die Berufsschülerin Zoé Rijnders ist es endlich soweit: Sie hat ihre Sportkarte erhalten. Symbolisch überreicht wurde sie ihr am Mittwochnachmittag von Stadtrat Robert Strijk, dem für Bildung zuständigen Stadtrat von Eindhoven. Mit dieser Karte kann die 22-jährige Studentin des Studiengangs Ingenieurwesen an der Summa International University nun endlich wieder im Studentensportzentrum auf dem Campus der TU Eindhoven Sport treiben. „Ich habe sofort Pläne gemacht, um mit meinen Freunden von Fontys und der TU/e Squash zu spielen!“
Wird als vollwertiger Student angesehen
Als Studentin im dritten Studienjahr im Fach Ingenieurwesen und aktives Mitglied des Tanzvereins der Studierenden in Eindhoven bedeutet diese Karte für Zoé mehr als nur den Zugang zu den Sportanlagen. „Ich denke, es ist eine Anerkennung für uns als Berufsschüler. Wir werden jetzt als vollwertige Studierende und nicht mehr als Schüler wahrgenommen. Ich fühle mich willkommen.“
Der MBO-Aktionsplan stärkt die Beziehungen
Das neue Sportkartenprogramm für Berufsschüler ist Teil des MBO-Aktionsplans, den die Stadt Eindhoven letztes Jahr gemeinsam mit den Berufsschulen der Stadt entwickelt hat. Die Stadt möchte durch verschiedene Initiativen, wie beispielsweise ein gemeinsames Einführungsfestival und diese Sportkarte, die Verbindungen zwischen Berufsschülern, Studierenden an Hochschulen und Universitäten stärken. Mit der Sportkarte können 100 Berufsschüler jährlich für nur 10 € pro Monat im Studentensportzentrum trainieren – Studierende an Hochschulen und Universitäten zahlen denselben Betrag. Die Karte bietet Zugang zu verschiedenen Sportarten und Vereinen, darunter Fitness, Tennis und E-Sport.
Tennis spielen mit Freunden
Zoé hat durch ihren Bildungsweg viel Kontakt zu Studierenden an Fachhochschulen und Universitäten für angewandte Wissenschaften. „Nach dem Abitur habe ich ein Studium an einer Fachhochschule begonnen. Es stellte sich heraus, dass es nichts für mich war. Wenn ich eine Stunde lang im Hörsaal sitze, lerne ich nichts. Ich lerne am besten durch praktisches Tun. In der Berufsausbildung (MBO) arbeitet man mehr an Projekten. Das liegt mir besser. Ich habe aber auch viele Freunde während meiner Zeit an der Fachhochschule gefunden. Außerdem war ich ein Jahr lang im Vorstand des Studenten-Tanzvereins, wodurch ich oft auf dem Campus war. Nachdem ich dann zur Berufsausbildung (MBO) gewechselt hatte, durfte ich plötzlich keinen Sport mehr machen … etwas seltsam. Zum Glück hat sich das inzwischen geändert.“
Zoé wurde die Leidenschaft für Sport in die Wiege gelegt. Ihre Eltern haben sie immer dazu ermutigt, Sport zu treiben. „Ich habe schon so vieles gemacht“, lacht sie. „Leichtathletik, Tennis, Laufen. Es ist toll, dass ich mit dieser Karte jetzt mit meinen Freunden Tennis spielen kann.“