Zusammenfassung: „Sauberes Arbeiten ist in unserer Region eine technische Voraussetzung.“
In der Brainport-Region arbeiten Unternehmen gemeinsam an fortschrittlichen Technologiesystemen. Die Komponenten werden an verschiedenen Standorten gefertigt und zu einem Endprodukt zusammengefügt. Dies erfordert in jedem Prozessschritt – von der Bearbeitung und Montage bis hin zur Verpackung und dem Transport – präzises, sauberes und kontrolliertes Arbeiten.
Kontaminationskontrolle
Im Hightech-Sektor wird die Kontrolle unerwünschter Verschmutzungen als „Kontaminationskontrolle“ bezeichnet. Sie verhindert, dass Staub, chemische Rückstände oder andere Formen der Verunreinigung die Leistung beeinträchtigen, Bauteile beschädigen oder Systeme unzuverlässig machen.
„Sauberkeit ist eine Spezifikation“, sagt Juriaan Vis von Summa. „Genau wie Maße oder Toleranzbereiche. Verunreinigungen sind nicht immer sofort sichtbar, können aber dennoch zur Ablehnung eines Produkts führen. Studierende müssen lernen, dass dies eine ebenso strenge Anforderung ist wie jede andere technische Norm.“
Verankerung in der technischen Ausbildung
In einem Reinraum kann schon ein einzelnes Staubpartikel, manchmal hundertmal kleiner als ein Haar, zu viel sein. Doch die Kontaminationskontrolle beschränkt sich nicht auf Reinräume. Sorgfältiges Arbeiten bestimmt auch die Qualität des Endprodukts in einer regulären Werkstatt oder bei Montage und Transport.
Summa verankert daher die Kontaminationskontrolle tiefer in der technischen Ausbildung.
Von der Industrie zur Berufspraxis
Anfang März startete ein Pilot-Schulungsprogramm für Ausbilder von Summa Technology. Sie werden sich intensiv mit Kontaminationskontrolle auseinandersetzen und aus erster Hand erfahren, was es bedeutet, nach Reinraumprinzipien zu arbeiten. Sie werden Reinraumpraktiken üben und Kontaminationen mithilfe von UV-Licht sichtbar machen.
„Die Theorie ist in der Branche wohlbekannt“, sagt Juriaan. „Die Herausforderung besteht darin, sie für Berufsschüler und Auszubildende verständlich zu machen. Deshalb gestalten wir sie praxisnah. Die Schüler müssen es sehen und selbst anwenden.“ Er ist überzeugt, dass es letztendlich auf die richtige Einstellung und das Bewusstsein ankommt. „Ob im Reinraum oder in der regulären Produktion – das eigene Handeln beeinflusst das Endprodukt. Dieses Bewusstsein muss tief verinnerlicht sein.“
MBO-Wahlfach Reinraum
Das Pilotprojekt bildet die Grundlage für das berufsqualifizierende Wahlfach Reinraumtechnik (MBO), das noch in diesem Jahr für Studierende startet. „Reinraumtechnik gehört genauso zum Berufsalltag wie Messen, Montieren und Prüfen. Jeder, der demnächst in die Praxis kommt, wird wissen: Präzision beginnt mit Sauberkeit“, so Juriaan.
Zusätzlich zum Wahlpflichtbereich der Berufsausbildung bieten wir auch Folgendes an: Grundkurs Reinraum-/KontaminationskontrolleDies wird bald beginnen.
Im Bild: Lehrer schulen das Umkleideverfahren im Reinraum bei Summa Techniek.
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Diese Aktivität wird teilweise durch den Nationalen Stärkungsplan für Mikrochip-Talente ermöglicht. In der Brainport-Region bündeln TU Eindhoven, Fontys, Summa, Ter AA Brainport Development und die Partner des Bündnisses ihre Kräfte unter dem Namen Talent für Halbleiter Sie bündeln ihre Kräfte mit Regierung und Industrie. Gemeinsam werden wir bis 2030 Tausende neue Fachkräfte für die Mikrochipindustrie ausbilden. Dies wird die internationale Wettbewerbsposition der Niederlande und der Brainport-Region als Hightech-Region stärken.