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Wie Beziehungsarbeit die berufliche Bildungspraxis stärken kann

In diesem Artikel beleuchten wir die Komplexität der beruflichen Bildung. Wir beginnen unsere Untersuchung mit der Frage nach dem Zweck von Bildung. Was betrachten Bildungsfachkräfte und Lernende als wertvoll oder wertlos, hilfreich oder hinderlich, und wie verhält sich dies zur Komplexität des Alltags? Wie verhalten sich Visionen und Träume zu den täglichen Praktiken, und welchen Stellenwert hat vorbildliches Verhalten in diesen Praktiken? Es geht darum, den Mut zum Loslassen zu haben oder, im Gegenteil, voranzuschreiten, auch wenn die genauen Konsequenzen noch nicht absehbar sind (Bastiaansen, 2022).

Einführung

Mir war wichtig, dass meine Probleme zu Hause anerkannt wurden. Das wirkte sich auch auf meine Leistungen im Unterricht aus. Mein Mentor bemerkte das und sprach mit mir. Daraufhin begann er mich wirklich zu unterstützen. Ich kann offen darüber reden. Sie kennen meine Situation und handeln entsprechend. (Aïcha, Summa-Studentin)

Gesehen und wahrgenommen werden. Aus einem tieferen Interesse als nur akademischen Leistungen. Aïcha erklärt eindrücklich, wie wichtig ihr das ist. Aus einem echten Interesse daran, den anderen kennenzulernen und zu erfahren, was ihm wichtig ist. Das ist der Kern der Beziehungsarbeit nach dem Präsenzansatz (Baart, 2001). Man taucht in den anderen ein und erkundet im Dialog, wer oder was man für ihn sein kann. Je nach Kontext nutzt man die eigenen Kompetenzen, Erfahrungen und Werkzeuge, um die hilfreichste Situation zu finden.

Das Forschungsprogramm „Beziehungsorientiertes Arbeiten in einer Bildungsorganisation“ (im Folgenden: Forschungsprogramm „Beziehungsorientiertes Arbeiten“) wurde im Juni 2021 bei Summa in Eindhoven ins Leben gerufen, um die Beziehungsorientierte Zusammenarbeit im Bildungsbereich zu erforschen. Es handelt sich um ein generisches Programm, das die gesamte Organisation einbezieht. Summa umfasst 23 berufsbildende Sekundarschulen und drei eng verbundene externe Schulen. Diese Schulen bieten über 250 Programme in Eindhoven und der Brainport-Region an. Mehr als 2000 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, und fast 18.000 Studierende studieren dort. Jede Schule und jedes Programm ist eine starke Kraft in ihrem jeweiligen Bereich.

Der vollständige Artikel ist verfügbar unter die Zeitschrift Waardenwerk