Lernen verläuft, wie das Leben selbst, nicht geradlinig.
Stellen Sie sich vor, Studierende entdecken ihre Stärken, gehen ihren Leidenschaften nach und haben die Möglichkeit, mit modernsten Technologien zu arbeiten. „Wir setzen alles daran, unsere Studierenden optimal auf die dynamische Welt vorzubereiten, in der wir leben, lernen und arbeiten. Innovation ist daher für unsere Bildungseinrichtung von entscheidender Bedeutung“, so Renate Reijmers, kommissarische Direktorin von Summa. Innovation ist bei Summa jedoch nicht nur Aufgabe der Institution, sondern ein gemeinschaftliches Unterfangen mit unseren Studierenden. Im Studienjahr 22/23 führten wir eine umfassende Studie zu den wertvollsten und weniger wertvollen Erfahrungen unserer Studierenden durch.
Insgesamt 152 Studierende aus fünf verschiedenen Summa-Standorten und Studiengängen teilten ihre Erfahrungen in über 80 offenen Interviews. Darin beleuchteten sie die positiven und negativen Aspekte ihrer Zeit bei Summa. „Uns interessierten nicht nur ihre Lernerfahrungen, sondern vor allem, was sie für effektives Lernen als wesentlich erachten“, erklärt Dozent und Praktiker Hans Panjoel.
Bildung für die Zukunft
Diese Studie ist Teil des Forschungsprogramms „Beziehungsorientiertes Arbeiten in einer Bildungsorganisation“, das 2021 startete. Ziel ist es, Summa zu einem Ort zu entwickeln, an dem Studierende sich in einem geschützten Umfeld selbst entdecken, Herausforderungen annehmen und ihre Talente entfalten können. „Das ist ein ambitioniertes Ziel, und wir wissen, dass diese Transformation nicht über Nacht gelingt. Um unsere Arbeit jedoch effektiv zu gestalten und unseren Studierenden optimales Lernen zu ermöglichen, müssen wir weiterhin an ihren Werten anknüpfen. Die Ergebnisse dieser Studie sind daher von unschätzbarem Wert“, so Reijmers.
Ergebnisse
Die Ergebnisse bestätigen, dass Summa auf dem richtigen Weg ist. Die Erkenntnisse lassen sich in neun Themenbereiche unterteilen: personalisiertes Lernen, Interaktion mit Kommilitonen, Lehrmethoden, Studieninhalte, Flexibilität, Praxisbezug, Stundenplanung, Kommunikation und IT-Systeme. Panjoel: „Studierende schätzen personalisiertes Lernen außerordentlich; es ist anderen Ansätzen deutlich überlegen. Viele Studierende fühlen sich wahrgenommen und gehört, und darauf sind wir stolz. Gleichzeitig gibt es aber noch Verbesserungspotenzial. Gute Bildung ist individuell und geht über rein akademische Leistungen hinaus. Lernen ist, wie das Leben selbst, ein verschlungener Weg. Manchmal machen wir schnelle Fortschritte, manchmal stoßen wir auf Hindernisse. Die Fähigkeit, bei Bedarf durch Erklärungen und echtes Eingehen auf die Bedürfnisse der Studierenden etwas zu bewirken, ist der Schlüssel zum Erfolg auf allen Ebenen. Eines der Ziele von Summa für 2025 ist es, Studierenden einen personalisierten Lernweg zu ermöglichen. Dies kann unter anderem bedeuten, dass Studierende ihr Studientempo anpassen, Kurse aus anderen Studiengängen belegen oder verschiedene Kurse auf unterschiedlichen Niveaus wählen. Zahlreiche Entwicklungen sind im Gange, um die Bildung flexibler zu gestalten.“ Die am wenigsten positiven Erfahrungen der Summa-Studenten beziehen sich auf Kommunikation, Terminplanung und Systeme.
Von der Vision zur Praxis
Die Zukunft der Bildung stellt Anforderungen an alle Mitarbeitenden. Das kann bedeuten, dass sich Rollen verändern. „Unsere Lehrkräfte übernehmen beispielsweise zunehmend eine Coaching-Rolle“, betont Reijmers. „Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ermitteln sie deren Talente, ihre Interessen und ihre Möglichkeiten. Bei der Besetzung jeder Rolle und Position stellen wir uns dieselben Fragen: Tragen die Dinge, die wir wertschätzen und belohnen, zur Verwirklichung unserer Vision bei? Dies erfordert auch andere Kompetenzen von unseren Mitarbeitenden. Wir müssen in diese investieren und sie berücksichtigen. Kurz gesagt: Diese Studie hat uns wertvolle Einblicke in die aktuelle Situation von Summa gegeben. Denn die Zukunft der Bildung ist näher, als Sie denken!“
Möchten Sie mehr erfahren? Sehen Sie sich den Ergebnisbericht an.
Der Ergebnisbericht „Van Waarde“, der Geschichten der befragten Schüler enthält, kann kostenlos eingesehen und heruntergeladen werden.
Über Summa
Mit 26 Schulen, rund 18.000 Schülern und über 300 Programmen verschiedener Bildungswege und -stufen ist Summa der größte berufsbildende Sekundarschulträger in den südlichen Niederlanden. Zum selben Träger gehören außerdem eine Sekundarschule, ein Institut für Erwachsenenbildung und eine Bildungseinrichtung für Schüler mit geringen Lese- und Schreibfähigkeiten.
Dieser Artikel (pdf) erschien im März 2024 in Profiel, der Fachzeitschrift für Fachleute in der Berufsbildung.