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Summa veröffentlicht ein Buch zum Thema Wandel durch Dialog.

Lehren und Erfahrungen aus der Bildungspraxis im Bereich Diversität, Inklusion und Gleichstellung

Am 15. April 2025 veröffentlichte Summa das Buch *Kandering via dialoog * (Veränderung durch Dialog ), verfasst von Aktionsforschern des Relational Work Practitionership. Das erste Exemplar erhielt der Autor, Kolumnist und Programmgestalter Özcan Akyol, besser bekannt als Eus. Diversität, Inklusion und Gleichstellung sind zu wichtigen Gesprächsthemen geworden. In einer Zeit, in der die Polarisierung in der Gesellschaft immer sichtbarer wird, ist es wichtig, einander wirklich zuzuhören und zu verstehen. Dialog ist ein wichtiges Instrument, um wertvolle Schritte zu unternehmen. Doch wie führt man diesen Dialog, wenn es zu Reibungen kommt?

Bei Summa forschen wir zu Diversität, Inklusion und Gleichstellung (DIG). „Unser Buch vermittelt Erkenntnisse und bietet praktische Werkzeuge für Fachkräfte“, sagt Rinske Broekman. Sie hat das Buch gemeinsam mit ihrem Summa-Kollegen Bennie Krol verfasst. „Wir haben viel experimentiert und verschiedene Methoden angewendet, um sensible Themen mit Studierenden und Kollegen zu diskutieren. Es ist toll, dass wir unsere Ergebnisse nun teilen und praxiserprobte Ressourcen zur Verfügung stellen können.“

Die Welt ist zunehmend polarisiert, und die Zahl gesellschaftlicher Diskussionen wächst. So vielfältig die Gesellschaft ist, so vielfältig ist auch Summa. Bennie Krol: „Wie führt man einen Dialog über Themen, bei denen die Meinungen so stark auseinandergehen? Wie schafft man ein Umfeld, in dem sich alle sicher fühlen und wir voneinander lernen? Unser Ansatz zielt nicht darauf ab, anderen eine bestimmte Sichtweise aufzuzwingen. Wir möchten jedoch Kolleginnen und Kollegen sowie Studierende dabei unterstützen, einen konstruktiven Dialog zu führen – manchmal auch über sensible Themen wie geschlechtsneutrale Toiletten oder sexuelle Orientierung.“

Hans Panjoel, Experte für Beziehungsarbeit bei Summa, findet das Buch ungemein wertvoll. „Unterschiedliche Meinungen treffen überall aufeinander. In der Nachbarschaft, in Sportvereinen, in Familien: Überall begegnet man sozialen Blasen, meist mit Gleichgesinnten. Gerade im Bildungsbereich laufen all diese Blasen zusammen. Und besonders in der beruflichen Bildung. Hier führen wir Gespräche, die zu Hause nicht immer geführt werden können. Und hier trifft man mitunter auf sehr unterschiedliche Meinungen. Junge Menschen sind auf der Suche. Nach ihrer Identität und nach Zugehörigkeit zu bestimmten Themen. Diese Gespräche können manchmal hitzig und emotional sein. Was ist da los? Gut, dass wir gemeinsam an einem optimalen Dialog arbeiten. Es gibt viele verschiedene Meinungen, und das ist gut so. In einem guten Gespräch finden wir zueinander, und jeder darf seine Meinung äußern. So lernen wir, dass Zuhören und Sprechen uns enorm bereichern. Die Achtsamkeit für andere Perspektiven führt zu neuen Erkenntnissen; es ist nicht alles schwarz-weiß.“

Wie gehen Sie damit um, wenn das Gespräch angespannt wird?

Bennie nickt. „Die Welt mit anderen Augen zu sehen, bereichert. Es schafft Verbindung, schafft Verständnis. Aber wie leitet man so ein Gespräch? Das war auch für uns eine zentrale Frage. Und darüber schreiben wir in unserem Buch. Wir haben Studierende und Dozenten interviewt. Wir sind auf zögerliche, dominante und introvertierte Menschen gestoßen. Manchmal haben wir erlebt, wie sich Spannungen zuspitzten und polarisierende Aussagen fielen. Wir haben gehört, dass Dialoge oft vermieden wurden, weil die Spannungen bei bestimmten Themen stark zunahmen. Und wie verhält man sich in solchen Fällen als Moderator? Wie sorgt man dafür, dass das Gespräch für alle Beteiligten sicher, respektvoll und inklusiv bleibt? Genau damit haben wir angefangen zu arbeiten, und das Ergebnis ist dieses Buch.“

Ein sicheres Umfeld. Authentizität. Wertschätzung von Unterschieden. „Darauf legen wir bei Summa großen Wert“, sagt Rinske. „Das Wohlbefinden unserer Studierenden und Mitarbeitenden steht im Mittelpunkt unserer Bildungseinrichtung. Wir streben nach personalisierter Bildung, die auf echtem Interesse an den Menschen und ihrem Leben basiert. Viele Kolleginnen und Kollegen bei Summa haben sich schon seit Jahren für dieses Thema eingesetzt. Das hat uns dazu bewogen, die Professur für Beziehungsarbeit einzurichten, um dieses Thema fest in Summa zu verankern. Dieses Buch ist das Ergebnis jahrelanger Bemühungen. In Reflexionsgesprächen und Dialogen in verschiedenen Gruppen haben wir untersucht, was funktioniert und was nicht. Wir haben miterlebt, wie etwas wirklich Schönes entstanden ist. Wie wunderbar, dass wir diesen jahrelangen Prozess nun mit allen teilen können. Wir hoffen, dass dieses Buch andere inspirieren wird – innerhalb und außerhalb von Summa, innerhalb und außerhalb des Bildungssektors.“

„Es ist in der Tat ein hervorragender Ausgangspunkt für weitere Ausführungen“, resümiert Hans. „Natürlich ist eine Anpassung immer notwendig, je nach Gesprächspartner und Situation. Welche Themen sind relevant? Welche sichtbaren und unsichtbaren Unterschiede bestehen? Es ist wichtig, komplexe Themen wie Toleranz, Freiheiten, Überzeugungen, gemeinsame Normen und Spielregeln gemeinsam zu besprechen. Nicht immer einfach. Wie wunderbar, dass dieses Buch im Umgang mit Unterschieden hilft. Für die Zukunft, sowohl im Berufsleben als auch in der Gesellschaft.“

Laden Sie das eBook hier kostenlos herunter.