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Sie sorgen dafür, dass sich die Menschen wieder dazugehörig fühlen.

07 Mai 2024
Audiologe Richard ter Schiphorst in seinem Büro im Gespräch mit einer Mutter und ihrem Sohn.

Er ist seit dreißig Jahren in diesem Beruf tätig. Und er pfeift immer noch, wenn er zur Arbeit geht. Der Audiologe Richard ter Schiphorst (53) liebt seine Arbeit. „Die Leute sind gerührt, wenn sie plötzlich wieder ihre Lieblingsmusik hören.“

Das Beste an seinem Beruf als Hörgeräteakustiker? Richard muss nicht lange überlegen. „Menschen mit Hörproblemen zu helfen, Fortschritte zu machen. Das ist meine Motivation. Außerdem ist die Kombination aus der Unterstützung von Menschen und der Arbeit mit den neuesten Technologien unglaublich faszinierend.“ Menschen mit verbessertem Hörvermögen sind wieder Teil der Gruppe, sagt er. „In einer Gruppe mitzulachen, obwohl man den Witz nicht versteht, ist nicht lustig. Und man sieht es nicht sofort. Jeder nimmt Rücksicht auf jemanden mit Gips, aber man bemerkt nicht sofort, wenn jemand hörgeschädigt ist.“

Kein Tag wird langweilig

Richard ist eher zufällig in diesen Beruf geraten. „Ich komme aus dem Gesundheitswesen und wollte mich eigentlich zum Zahntechniker umschulen lassen. Menschen zu helfen, mit Technik zu arbeiten – das hat mich gereizt. Aber damals gab es dafür keine Nachfrage. Dann habe ich von der Ausbildung zum Hörgeräteakustiker gelesen. Das schien eine gute Alternative zu sein.“ Er wagte den Sprung und ging zu einem Hörgeräteakustiker. Und es stellte sich als Volltreffer heraus. „Ich konnte fast sofort anfangen, und sie waren bereit, meine Ausbildung zu bezahlen. Was will man mehr?“

Die Mutter blickte überrascht zur Seite: „Ich höre dich.“ Sie hatte Tränen in den Augen.

Richard arbeitet derzeit im Stufkens Hörzentrum in Venlo. Nach dreißig Jahren ist er immer noch mit Leidenschaft bei der Sache. Dafür nennt er zwei Gründe: „Es ist immer wieder schön, Menschen glücklich zu machen. Manchmal kommen Klienten zögernd und traurig zu uns, weil sie sich nicht mehr mit Freunden unterhalten können oder ihre Kinder und Enkelkinder nicht mehr gut hören. Vor Kurzem waren eine Mutter und ihre Tochter hier. Die Mutter setzte sich gerade zum ersten Mal ihr angepasstes Hörgerät ein, als die Tochter neben ihr etwas sagte. Die Mutter schaute überrascht zur Seite: ‚Ich höre dich!‘ Sie hatte Tränen in den Augen. Es ist sehr berührend zu sehen, wie die Menschen aufblühen. Auch wenn sie plötzlich wieder ihre Lieblingsmusik hören können, sind die Menschen sehr gerührt. Diese Reaktionen sind einfach wunderschön.“

Streaming mit Ihrem Hörgerät

Richard nennt den zweiten Grund für die technologische Entwicklung von Hörgeräten im Laufe der Jahre: „Es ist spektakulär. Ich habe angefangen, als Hörgeräte noch groß und deutlich sichtbar waren. Wir haben sie mit einem Schraubenzieher an Potentiometern eingestellt. Heutzutage sind Hörgeräte manchmal völlig unsichtbar, und wir stellen alles digital über den Computer ein. Und durch die Verbindung eines Hörgeräts mit dem Handy kann man auch telefonieren und Musik streamen.“

„Früher war das Tragen eines Hörgeräts etwas verpönt, aber heutzutage ist es ganz normal, auf sein Gehör zu achten.“

Dank dieser technologischen Entwicklungen und der zunehmenden Vertrautheit mit Gehörschutz wenden sich immer mehr junge Menschen an Hörgeräteakustiker. „Sie möchten ihre Ohren schützen, beispielsweise bei der Arbeit in lauter Umgebung oder beim Besuch von Festivals oder Konzerten. Sie lassen sich Ohrstöpsel anpassen, um maximalen Komfort und optimalen Klang zu gewährleisten. Auch der Stil spielt heutzutage eine wichtige Rolle. Ohrstöpsel und Hörgeräte gibt es in vielen Farben.“ Richard freut sich über das wachsende Interesse am Thema Hören. „Gutes Hören ist eines unserer grundlegendsten Bedürfnisse. Hörgeräte galten früher als etwas Tabu, aber heute ist es völlig normal, auf sein Gehör zu achten.“

Zahlreiche Arbeitsplätze

Deshalb und weil die Niederlande eine alternde Bevölkerung haben, gibt es viele offene Stellen im Bereich der Hörgeräteversorgung. So bieten sich Ihnen beispielsweise nach dem zehntägigen Kurs zum Hörgeräteakustiker bei Summa & Bedrijf zahlreiche Möglichkeiten. Richard könnte sich keinen anderen Beruf vorstellen: „Ich begleite Menschen und unterstütze sie bei ihren Fortschritten, gehe den Ursachen auf den Grund, suche kreativ nach Lösungen, arbeite handwerklich und mit modernster Technik und bilde mich ständig weiter, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Dieser ganzheitliche Ansatz macht die Arbeit so faszinierend.“