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Glücklicher denn je in der beruflichen Sekundarschulbildung

04. Juli 2025
Merijn und Carlijn

Carlijn Vesseur und Merijn Nix

Von der voruniversitären Sekundarbildung (havo) und der voruniversitären Bildung (vwo) bis zur mittleren beruflichen Bildung (mbo)

Nach dem Abitur (HAVO) kann man ein Studium an einer Fachhochschule (HBO) aufnehmen, und nach der Berufsausbildung (VWO) kann man an einer Universität arbeiten. Immer mehr junge Menschen entscheiden sich aber auch bewusst für eine Berufsausbildung (MBO).

Dafür gibt es mehrere Gründe; wichtig ist in all diesen Fällen, dass man sich wohlfühlt und eine passende Entscheidung trifft. Im Gespräch mit den Schülerinnen Carlijn Vesseur (21) und Merijn Nix (17): „Auch wir lernen hier jeden Tag. Aber viel mehr in der Praxis. Und das macht uns glücklich.“

Carlijn und Merijn studieren beide an der Summa Veiligheid, wo unter anderem zukünftige Militärangehörige ausgebildet werden. Er möchte später dem Marine Corps beitreten, während sie eine Ausbildung zur Krankenschwester beim Verteidigungsministerium absolviert. „Meine Hochschulreife (HAVO) habe ich in Waalwijk erworben“, erklärt Carlijn. „Danach habe ich an der Fachhochschule (HBO) eine Ausbildung zur Krankenschwester begonnen, aber nach anderthalb Jahren abgebrochen. Es war einfach zu anspruchsvoll. Ich wusste, dass ich im Gesundheitswesen arbeiten wollte. Die Berufsfachschule (MBO) war da der logische nächste Schritt. Natürlich dachte ich anfangs: Oh je, was fange ich denn jetzt mit meinem Abitur an? Warum hat es an der Fachhochschule nicht geklappt? Mache ich einen Schritt zurück? Aber dieses Gefühl verflog schnell. Ich bin hier glücklich; ich fühle mich hier wie zu Hause. Und es ist egal, wo man lernt. Es sollte so sein. Ich bin ein Macher. Ich genieße die Balance zwischen Theorie und Praxis. Die Atmosphäre an der Schule ist auch sehr angenehm, was natürlich wichtig ist.“

„Die Berufsausbildung passt viel besser.“

Merijn hört zu und nickt. Die Geschichte kommt mir bekannt vor. Mir ging es auch nicht gut. Ich war im vierten Jahr der Oberstufe und meine Motivation war praktisch im Keller. Lange Schultage, langweiliger Theorieunterricht und zu wenig sportliche Herausforderungen. Ich sprach mit meinen Eltern; so wollte es nicht weitergehen. Sollte ich die Oberstufe besuchen oder direkt in ein Umfeld, das meinen Ambitionen entsprach? Ich wollte zum Militär, also entschied ich mich für Letzteres. Ich besuchte einen Tag der offenen Tür in Summa und war sofort begeistert. Ich habe mich ziemlich spät eingeschrieben; ich war der Letzte, der angenommen wurde. Und seitdem bin ich glücklich. Die Berufsausbildung passt viel besser. Ich bin jemand, der aktiv sein will, mit Herausforderungen aller Art, vor allem körperlichen. Der praktische Teil macht mir Spaß. Gefreite und Feldwebel führen uns schon jetzt in ihre Welt ein, und später werde ich überall eingesetzt sein, und ich lerne schon jetzt viel dabei. Und natürlich läuft das Lernen für mich gut, weil ich die voruniversitäre Ausbildung (VWO) gewohnt bin. Mein Freund hat ebenfalls einen HAVO-Hintergrund und wollte auch die praktische Seite des Lernens kennenlernen. Wir lernen hier jeden Tag, aber auf eine andere Art und Weise.

Tu, was dir guttut

Sie haben ihre Entscheidung keinen einzigen Tag bereut. „Meine Eltern sind auch glücklich“, sagt Merijn. „Sie sehen, dass ich mich jetzt wohl in meiner Haut fühle. Das ist das Wichtigste.“ Carlijn: „Ich werde später sehen, was ich machen möchte. Meine Ausbildung steht mir offen. Vielleicht versuche ich es nochmal mit einer Fachhochschule; ich schließe nichts aus. Das Wissen, das ich jetzt erwerbe, wird mich überallhin begleiten. Ich glaube: Es ist dein Leben. Du musst das tun, was zu dir passt. Dann ist es egal, was andere denken. Es geht nur um dich.“