Mehr Wachstumspotenzial in der Berufsbildung mit der Brainport-Region
Das Summa College wünscht sich mehr Flexibilität in seinen Bildungsbestimmungen, um künftigen Herausforderungen und den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes in der Brainport-Region besser begegnen zu können. Die in Eindhoven ansässige Berufsbildungseinrichtung sieht sich derzeit mit zu vielen Hindernissen konfrontiert, um den Arbeitsmarkt und die talentierten Fachkräfte in der Brainport-Region effektiv zu fördern.
Das Summa College, die größte Berufsbildungseinrichtung im Süden der Niederlande, beantragte heute Nachmittag im Rahmen einer Podiumsdiskussion des Ständigen Parlamentsausschusses für Bildung die Möglichkeit, maßgeschneiderte Qualifikationsdossiers auf regionaler Ebene zu erstellen. „Wenn wir als Berufsbildungseinrichtung ein neues Programm einführen wollen, müssen wir derzeit einen formellen Entscheidungsprozess von mindestens zwei Jahren durchlaufen. Solche Vorlaufzeiten sind mit dem heutigen Markt und erst recht mit unserer innovativen Brainport-Region nicht vereinbar“, so Laurent de Vries, Vorstandsvorsitzender des Summa College.
Mehr Spielraum für Anpassungen
Die Berufe von morgen erfordern eine flexiblere, bedarfsgerechte Ausbildung. Die starren Qualifikationsvorgaben, die in der höheren Berufsausbildung (HBO) und im Universitätsstudium (WO) fehlen, schränken die Möglichkeiten der Berufsbildungseinrichtungen (MBO) in der Region Eindhoven ein, den Arbeitsmarkt und seine Fachkräfte effektiv zu bedienen. De Vries: „Um den Studierenden der Berufsbildung die bestmögliche, arbeitsmarktgerechte Ausbildung zu bieten, müssen wir unser Bildungsangebot kontinuierlich an die flexiblen Bedürfnisse des Arbeitsmarktes anpassen können. Dies erfordert mehr Spielraum für Anpassung und Innovation.“
Das Summa College arbeitet bereits eng mit Unternehmen in der Region zusammen, um die Verbindung zwischen Bildung und Arbeitsmarkt kontinuierlich zu stärken. Bestehende Regelungen stellen jedoch ein Hindernis für weitere Kooperation und Innovation dar. De Vries betont, dass eine schnelle Reaktion auf sich ändernde Gegebenheiten entscheidend ist: „Um einen wirksamen Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen in den Niederlanden leisten zu können, benötigen wir mehr Spielraum in den Bildungsbestimmungen. Geben Sie uns die Sicherheit, schnell und effektiv handeln zu können.“
Flexible Bildung
Das Summa College unterstützt zudem die Einführung flexibler Bildungsmodelle zwischen Berufsfachschulen (MBO), Fachhochschulen (HBO) und Universitäten. De Vries: „Studierende müssen Beruf und Studium effektiv miteinander vereinbaren und einen individuellen, auf ihr Niveau zugeschnittenen Lernweg verfolgen können. Unsere Vision sieht vor, dass Studierende schon bald einen Teil ihres Studiums an einer Berufsfachschule (MBO) und einen anderen Teil an einer Fachhochschule oder Universität absolvieren können.“
In einem Schreiben an das Repräsentantenhaus vergangene Woche wies Bildungsminister Dijkgraaf darauf hin, dass er mit denselben Hindernissen wie De Vries konfrontiert sei. „Das Finanzierungssystem variiert je nach Sektor, und die Aufsicht über die berufliche Bildung (MBO) ist anders organisiert als die Aufsicht über Fachhochschulen (HBO) und Forschungsuniversitäten (WO)“, heißt es in Dijkgraafs Schreiben an das Repräsentantenhaus.
Nächste Woche wird der Ausschuss über die berufliche Bildung (MBO) debattieren. „Ich gehe davon aus, dass meine Forderung von den politischen Parteien gehört wird. Das Summa College ist fest in der Brainport-Region verankert und befindet sich daher im Zentrum der Debatte um die Erwerbsfähigkeit der Niederlande. Für uns als Berufsfachschule stellt sich die Frage: Welche Kompetenzen werden in diesem angespannten Arbeitsmarkt für die Berufe von morgen benötigt?“