Studenten der Innenarchitektur gestalten das Bürgermeisterbüro
04. Juli 2025
Wie viele Studierende können schon von sich behaupten, dem Bürgermeister in Sachen Inneneinrichtung beraten zu haben? Oder ihre frischen und innovativen Ideen dem Schulleiter präsentiert zu haben? Die Erstsemester im Fach Innenarchitektur krempelten die Ärmel hoch und legten los. Total cool! Doch insgeheim war es auch ganz schön nervenaufreibend, den ersten Entwurf echten Kunden vorzustellen. Würde die Beratung alle Wünsche und Erwartungen der Kunden erfüllen?
Vom ersten Studienjahr an erhalten die Studierenden Ausbildung zum Interior Advisor Aufträge von Geschäftskunden. Die Studierenden erarbeiteten eine Empfehlung für das Bürgermeisteramt, die Kantine in der Sterrenlaan und die Verwaltungsräume in der Willem de Rijkelaan.
Vom Kundengespräch bis zur ersten Beratung
„Unser Auftraggeber ist der Bürgermeister“, erklärt ein Student. „Wir haben das Projekt mit der Vorbereitung auf das Kundengespräch begonnen. Anfangs waren wir nervös, ihm Fragen zu stellen, aber er ist ein sehr freundlicher Mann. Wir saßen während des Gesprächs auch mit anderen Gruppen zusammen, sodass man auch von deren Fragen lernen kann. Nach dem Gespräch hatten wir Zeit, den Raum auszumessen.“
Nach unserer Rückkehr in die Schule brainstormten wir erneut, erstellten eine Mindmap und suchten nach inspirierenden Bildern. Wir konzentrierten uns vor allem auf die Wünsche des Kunden und darauf, was unserer Meinung nach am besten dazu passen würde. Der Bürgermeister erwähnte, dass er alle möglichen Menschen in seinem Büro willkommen heißt, vom König bis zu Freiwilligen. Deshalb zielten unsere Empfehlungen darauf ab, eine warme und einladende Atmosphäre zu schaffen – ein echtes Gefühl von „Zuhause“.
„Dann kommt der spaßige Teil“, fügt ein anderer Student hinzu. „Die Einrichtung des Raumes. Man sucht nicht nur die Möbel aus, sondern muss sie auch maßstabsgetreu zeichnen. Sonst weiß man nicht, ob sie passen. Wir mussten außerdem auf Nachhaltigkeit achten und so viel wie möglich recyceln. Wir haben zwei Entwürfe erstellt, um die verschiedenen Möglichkeiten aufzuzeigen.“
Präsentationsratschläge
Studierende beschäftigen sich nicht nur mit dem Design. Sie müssen auch überlegen, wie sie ihr Konzept dem Kunden präsentieren. Doch wie stellt man sicher, dass die eigene Idee wirkungsvoll vermittelt wird? Reicht ein Grundriss, eine SketchUp-Zeichnung oder ein 3D-Modell?
„Was soll ein Kunde erleben, wenn er einen Raum betritt? Das sollte das Konzept sein“, erklärt Thijs van Agt, Dozent für Innenarchitektur. „Überlegen Sie, wie Sie die Geschichte erzählen möchten. Besprechen Sie den roten Faden des Designs und präsentieren Sie ihn.“ Eine Gruppe Studierender hat bereits eine klare Vision. „Wir planen, bei der Präsentation unserer ersten Empfehlung eine Tafel mit Farbmustern, eine Präsentationstafel und den Grundriss farblich zu kennzeichnen. Wir sind besonders gespannt auf das Feedback. So wissen wir, ob wir auf dem richtigen Weg sind.“
Projektbasiertes Lernen
Die Studierenden arbeiten bereits im ersten Jahr selbstständig. Thijs beobachtet, dass projektbasiertes Lernen für manche Studierende zunächst ungewohnt sein kann. Dennoch sieht er innerhalb relativ kurzer Zeit enorme Fortschritte. „Oft sagen die Studierenden: ‚Sie sagen uns nie, was wir tun sollen, Sie stellen nur Fragen.‘ Bei manchen weiß man, dass alles gut gehen wird. Andere hingegen stellen vor dem Kunden fest, dass nicht alles klar war. Dann fordern wir sie auf, über alternative Lösungsansätze nachzudenken. In verschiedenen Workshops erhalten sie weitere Informationen, die ihnen helfen, im Projekt voranzukommen. Es ist wirklich ihr ganz persönlicher Lernprozess.“
Die Abschlusspräsentationen sind inzwischen beendet. Die Studierenden haben hervorragende Arbeit geleistet, und der Bürgermeister war beeindruckt! Nächstes Jahr wird einer der Entwürfe in Zusammenarbeit mit den Studierenden der Ausbildung zum Möbelbauer und (Schiffs-)InnenausbauerDas wurde realisiert. Neugierig, welchen Entwurf der Bürgermeister wählt? Bleiben Sie dran. Facebook, Instagram en LinkedIn genau zu überwachen.