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Von der voruniversitären Ausbildung über die Marine bis hin zur Metallfabrik!

04. Juli 2025

Mit ihrem Abitur in der Tasche stand der 18-jährigen Caitlin den Dekker aus Eindhoven der Weg zur Universität offen. Während die meisten es kaum erwarten können, ins Studentenleben einzusteigen, überkam Caitlin in diesem Moment Panik. „Die Uni reizte mich überhaupt nicht – all die Theorie, und, nicht unwichtig, ich hatte keine Ahnung, was ich studieren wollte!“

Sie beschloss, ein Auslandsjahr einzulegen, um herauszufinden, was sie wollte. „Nein, meine Eltern waren anfangs nicht gerade begeistert. Die Bedingung für mein Auslandsjahr war, dass ich wenigstens etwas unternehme. Also habe ich in dem Jahr mein Mathematik-B-Zertifikat gemacht. Praktisch, denn es hat mein Profil als Wahlfach weiter aufgewertet“, betont sie. „Und in dem Jahr habe ich mich auch bei der Marine beworben. Ich höre meine Mutter noch sagen: ‚Geh doch einfach zur Marine!‘ Ich habe es eine Woche ausgehalten“, lacht sie. „Ich bin in der Woche viermal ohnmächtig geworden. ‚Nicht geeignet‘, sagen wir mal so. Nach diesem Abenteuer hatten meine Eltern genug.“

Metal-Musik

Was in jenem Jahr deutlich wurde, war ihre Liebe zur Metal-Musik. „Vor drei Jahren suchte meine Zwillingsschwester einen Bassisten. Spontan fuhren wir noch am selben Nachmittag zum Musikladen, und ich kaufte mir einen Bass. Und es gefiel mir am Ende besser, als ich gedacht hätte. Es läuft richtig gut“, sagt Caitlin. Das ist untertrieben, denn es läuft so gut, dass sie im September bei Summas „The Metal Factory“ anfängt. 

Rechter Weg

Ihre größten musikalischen Vorbilder sind die Bands Jinjer, Meshuggah und Gojira. „Ja, das ist ziemlich harte Musik“, sagt sie fast entschuldigend. „Mein Vater war früher ein richtiger Metalhead; als Kind fand ich das furchtbar. Aber jetzt bin ich total begeistert; die Atmosphäre bei Konzerten ist fantastisch“, betont sie. „Und dass ich an der Metal Factory anfange, macht es noch besonderer. Ich habe das Gefühl, alles fügt sich zusammen. Es hat zwar zwei Jahre gedauert, aber ich bin überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Viele Leute verstehen meine Entscheidung überhaupt nicht, weil ich immer wieder höre: ‚Wer geht denn mit einem Realschulabschluss auf eine Berufsfachschule?‘ Aber es geht darum, was ich will, was mich glücklich macht. Und ich habe erkannt, dass dies der richtige Weg ist.“ Und was kommt als Nächstes? „Dann gehe ich mit meiner Band auf Welttournee“, lacht sie. „Aber realistisch betrachtet würde ich wahnsinnig gerne Kindern Musikunterricht geben. Es macht so viel Spaß, seine Leidenschaft zu teilen.“