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Für mehr Wertschätzung und Gleichstellung der beruflichen Sekundarstufe II (vmbo) sorgen

24 März 2025
Summa Technology Machining

Es ist an der Zeit, den Übergang von einer auswahlorientierten zu einer talentorientierten Gesellschaft voranzutreiben, in der nicht nur theoretisches Talent als Maßstab für Erfolg gilt, sondern alle Talente – praktische, soziale und kreative – gleichermaßen anerkannt und wertgeschätzt werden. Dafür setzen sich die regionalen Berufsbildungseinrichtungen SintLucas und Summa gemeinsam mit der Stadt Utrecht, der G4 und anderen Kommunen, dem Verband der Niederländischen Gemeinden (VNG), dem Rat für Berufsbildung, Sekundar- und Primarbildung (PO), MKB-Nederland, VNO-NCW, FNV, LAKS, JOBmbo und weiteren Organisationen in einem Appell an die Politik in Den Haag ein.

Am Dienstag, dem 25. März 2025, werden zahlreiche Kommunen, Jugend-, Bildungs- und Arbeitgeberverbände ihre Petition dem Ausschuss für Bildung, Kultur und Wissenschaft des Repräsentantenhauses übergeben. Ihre Kernbotschaft lautet, dass ein Übergang von einer selektiven zu einer talentorientierten Gesellschaft notwendig ist.

Absolventen höherer beruflicher Ausbildungen (HBO) oder Universitätsstudiengänge (WO) verfügen über mehr Ausbildungsjahre und bessere Chancen als junge Menschen in der berufsvorbereitenden Sekundarstufe (VMBO) und der mittleren Berufsausbildung (MBO). Schulausflüge für VMBO-Schüler und Studienreisen für MBO-Schüler finden meist innerhalb der Niederlande statt. Sie können oft nicht voll am Studentenleben teilnehmen und haben weniger Möglichkeiten zur persönlichen, sozialen oder beruflichen Weiterentwicklung. Sie beginnen früher zu arbeiten und zahlen daher auch früher Steuern und Rentenbeiträge. Es gibt auch Unterschiede bei den staatlichen Investitionen in Studierende. So erhalten MBO-Schüler unter 18 Jahren beispielsweise keine Studienfinanzierung.

Diese Ungleichheit besteht auf dem Arbeitsmarkt fort. Absolventen beruflicher Ausbildungen werden in niedrigere Gehaltsgruppen eingestuft und erhalten deutlich geringere Gehälter als Personen mit höherer beruflicher Ausbildung (z. B. Fachhochschulreife) oder Universitätsabschluss. Darüber hinaus ist die berufliche Bildung in Regierung und Politik unterrepräsentiert.

Engpässe in der Selektionsgesellschaft

Das niederländische Bildungssystem zeichnet sich derzeit durch eine frühe Selektion aus, die nur einen Bruchteil der Talente von Kindern berücksichtigt. „Ich setze mich für eine inklusive Gesellschaft ein, in der alle Talente – praktische, soziale und kreative – anerkannt und wertgeschätzt werden“, so Ruud Rabelink vom Vorstand von SintLucas. „Das aktuelle Bildungssystem führt zu Ungleichheit und Stigmatisierung, weil es zu früh selektiert und sich auf kognitive Fähigkeiten beschränkt. Viele junge Menschen – wie die in unserem Programm –, die unglaublich kreativ sind oder gerne handwerklich arbeiten, sind frustriert oder sogar unglücklich, wenn sie eine rein theoretische Ausbildung absolvieren. Berufsvorbereitende Sekundarschulbildung (VMBO) und Berufsausbildung (MBO) bilden Fachkräfte und kreative Talente aus, die für unsere Zukunft unverzichtbar sind. Wir wünschen uns ein System, in dem Schülerinnen und Schüler den Raum erhalten, ihre Talente ohne Leistungsdruck zu entdecken und zu entwickeln. Lasst uns diesen Kulturwandel gemeinsam anstoßen.“

Die beteiligten Parteien befürchten, dass die berufliche Bildung nicht als Lernweg wahrgenommen wird, der den spezifischen Bedürfnissen und Talenten junger Menschen gerecht wird, sondern vielmehr als Lernweg für junge Menschen, die für die gymnasiale Oberstufe, die Hochschulreife, die höhere Berufsausbildung oder ein Universitätsstudium nicht ausreichen. Sie argumentieren, dass unser Bildungssystem junge Menschen mit anderen Talenten als Mathematik und Lesen im Stich lässt, da es (in den Schulempfehlungen) genau auf deren Schwächen basiert.

Zoé Rijnders, Botschafterin für Berufsbildung und internationale Ingenieurstudentin an der Summa University, erklärt: „Schülerinnen und Schüler in der Berufsbildung haben oft das Gefühl, dass ihre Talente und Fähigkeiten nicht ausreichend anerkannt und gewürdigt werden. Man spricht zwar viel über sie, aber selten mit ihnen. Deshalb begrüße ich diese Initiative so sehr; die Studierenden selbst haben intensiv daran gearbeitet und bekommen nun endlich die Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen. Das zeigt deutlich unseren Wunsch, uns persönlich, sozial und beruflich weiterzuentwickeln – etwas, wofür es derzeit kaum Raum gibt.“

Bausteine ​​einer talentierten Gesellschaft: Was muss sich ändern für eine stärkere Berufsbildung?

  • Tests und schulische Beratung sind hauptsächlich unterstützend.

Die Petition plädiert für ein neues pädagogisches Bildungskonzept. Bildung sollte die Entwicklung aller Talente in den Mittelpunkt stellen. Das bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler Raum und einen geeigneten Lehrplan erhalten sollten, um ihre Talente und Leidenschaften zu entdecken. Tests und Schulempfehlungen sollten keine starren Selektions- und Vergleichsinstrumente sein, sondern Lehrkräfte dabei unterstützen, die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler individuell zu begleiten und dabei deren Fähigkeiten, Talente und Bedürfnisse zu berücksichtigen.

  • Der Wechsel ist viel einfacher.

Der Übergang zwischen verschiedenen Bildungsformaten und Lernwegen sollte erleichtert werden. Eine spätere Auswahlphase ist ebenfalls wichtig, da sie zu mehr Chancengleichheit führen kann – wodurch Kinder mehr Zeit haben, ihre Talente zu entwickeln –, Stress bei jungen Kindern reduziert und Segregation verringert wird.

  • Gleiche finanzielle Ressourcen und Zeit für (v)mbo-Studenten

Gleichberechtigung in der beruflichen Sekundarbildung bedeutet auch gleiche Investitionen. Allen Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden muss ausreichend Zeit und die gleichen (finanziellen) Möglichkeiten für ihre persönliche, soziale und berufliche Entwicklung eingeräumt werden, genau wie Studierenden an Universitäten und anderen Hochschulen.

  • Frühere Berufsberatung

Für eine nachhaltige Zukunft ist es wichtig, dass junge Menschen ihre Talente dort einsetzen können, wo der Arbeitsmarkt ihnen die besten Chancen bietet. Konkret bedeutet dies, dass eine effektive Berufsberatung bereits frühzeitig erfolgen sollte – nicht erst an Berufsfachschulen – mit Fokus auf zukunftsträchtige Branchen wie Gesundheitswesen, Bildung oder Technologie.

  • Talent ist wichtiger als der Abschlusstyp.

Die Art des Abschlusses sollte nicht über die Chancen junger Menschen nach ihrer Ausbildung entscheiden. Bei Bewerbungen und im gesamten Berufsleben sollten relevante Kompetenzen, Fähigkeiten und Berufserfahrung im Vordergrund stehen.

  • Faires Gehalt

Obwohl die Zahl der Absolventen beruflicher Ausbildungen (MBO) steigt, ist die Gehaltslücke zwischen ihnen und Hochschulabsolventen (HBO) weiterhin sehr groß, insbesondere angesichts des erheblichen Fachkräftemangels. Menschen mit einem Berufsabschluss (MBO) verdienen ein angemessenes Gehalt, das ihren Wert für die Gesellschaft widerspiegelt.

Lesen Sie hier die gesamte Petition.

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