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Asylsuchende, die während des technischen Kurses von Summa Niederländisch lernen.

Mehr als 230 Asylsuchende in Eindhoven haben ein Ausbildungsprogramm für die Mikrochipindustrie begonnen. Die Teilnehmenden starteten mit einem Sprachkurs, in dem sie branchenspezifische Fachbegriffe erlernten, und arbeiteten sich anschließend zu technischen Modulen vor. Ziel ist ein nachhaltiger Übergang in eine Beschäftigung in der schnell wachsenden Mikrochipindustrie.

Hohe regionale Nachfrage nach technischen Fachkräften

Die Brainport-Region wird in den kommenden Jahren rund 26.000 zusätzliche Fachkräfte in der Halbleiter- und Mikrochipindustrie benötigen. Dieses Ausbildungsprogramm ermöglicht es Bildungseinrichtungen, Unternehmen und der Regierung, gemeinsam gegen den Fachkräftemangel vorzugehen. Dabei wird jede Unterstützung gebraucht, von Asylsuchenden bis hin zu Sozialhilfeempfängern.

Stadträtin Saskia Lammers, Vorsitzende der Arbeitsmarktregion Südostbrabant, betonte die Bedeutung dieses Themas bei ihrem Besuch einer Klasse am 5. März im Summa-Zentrum in der Blécourtstraat: „Jedes Talent zählt; wir brauchen alle. Wir wollen, dass Neuankömmlinge vom ersten Tag an in unserer Region mitwirken können. Sprache und Arbeit sind dafür unerlässlich. Der akute Fachkräftemangel erfordert auch von den Arbeitgebern eine Umstrukturierung der Arbeitsplätze, eine Neuverteilung der Aufgaben und eine verstärkte Unterstützung. Dadurch entstehen Möglichkeiten für Talente, die oft ungenutzt bleiben. Indem wir Menschen Zugang zu Weiterbildungen und guter Unterstützung in diesem mangelbesetzten Sektor ermöglichen, helfen wir ihnen konkret auf ihrem Weg zur beruflichen Weiterentwicklung und letztendlich zu einer guten Arbeitsstelle in unserer Region.“

Beginnen wir mit Sprache und Fachjargon.

Die erste Gruppe von Teilnehmenden begann mit dem Modul zu Sprache und Terminologie der Mikrochipindustrie. Darauf folgten Schulungen zu Sicherheit, Brancheneinführung und weiteren Modulen zu technischen Grundlagen. Jeroen Wissink, Programmleiter bei Summa: „Wir beginnen bei Bedarf mit der Sprache, aber immer als Teil eines durchgängigen Lernprozesses hin zur Technologie. Durch die nahtlose Integration der Module erhöhen wir die Wahrscheinlichkeit, dass die Teilnehmenden erfolgreich in einen Beruf in der Halbleiterindustrie einsteigen. Wir freuen uns über gute Beteiligung und engagierte, begeisterte Teilnehmende.“

Zusätzlich zu dieser Gruppe werden in Kürze weitere Quereinsteiger hinzukommen. Sie beginnen sofort mit dem Basistechnologie-Modul. Dies betrifft unter anderem Leistungsempfänger sowie Personen, die ihren Arbeitsplatz wechseln möchten oder müssen.

Praktische Umsetzung

Das Programm umfasst derzeit 18 Kurse an sechs Standorten. Die Teilnehmenden lernen vier Tage pro Woche, drei Stunden täglich, die Sprache; der technische Teil wird später ausgebaut. In den kommenden Monaten werden weitere 80 Teilnehmende starten. Ziel ist es, jedes Quartal 80 zusätzliche Interessierte aufzunehmen und das Programm auf weitere Gemeinden und Arbeitsmarktregionen auszuweiten.

Brainport Academy und Zusammenarbeit

Das Schulungsprogramm wird derzeit von der Stadt Eindhoven, der COA (Zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende), Wasbeer & Pauw und Summa durchgeführt. Einige dieser Organisationen arbeiten auch mit der Brainport Academy zusammen. Die Brainport Academy ist Teil von Beethoven Talent und konzentriert sich auf Umschulung und Weiterbildung für den jeweiligen Sektor sowie auf lebenslanges Lernen. Bildungspartner und Arbeitsmarktregionen kooperieren in diesem Programm.

Nationaler Plan zur Stärkung von Talenten im Bereich Mikrochip

Diese Aktivität wird teilweise durch den Nationalen Stärkungsplan für Mikrochip-Talente ermöglicht. In der Brainport-Region bündeln TU Eindhoven, Fontys, Summa, Ter AA Brainport Development und die Partner des Bündnisses ihre Kräfte unter dem Namen Talent für Halbleiter Sie bündeln ihre Kräfte mit Regierung und Industrie. Gemeinsam werden wir bis 2030 Tausende neue Fachkräfte für die Mikrochipindustrie ausbilden. Dies wird die internationale Wettbewerbsposition der Niederlande und der Brainport-Region als Hightech-Region stärken.

*Vertragspartner: Curio, Gilde Opleidingen, Koning Willem I College, Sint Lucas, Yonder, Yuverta, Avans University of Applied Sciences, HAN University of Applied Sciences und Zuyd University of Applied Sciences. 

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