Summa Beauty and Lifestyle unternimmt große Schritte im Bereich der Lernqualifikation.
Seit 2020 tätig Summa Beauty and Lifestyle Eine neue Art der Ausbildung: Qualifizierung durch Lernen. Gerdy van Kessel, Teamspezialistin für Qualifizierung durch Lernen bei Beauty & Lifestyle, erklärt, wie sich dieser Ansatz positiv auf Ausbildung und Prüfungen auswirkt.
Die Lernqualifikation bedeutet vor allem, dass der Fokus weniger auf einem einzelnen Prüfungsmoment liegt. Gerdy und ihre Kollegen stellten fest, dass einige Studierende im Unterricht hervorragende Leistungen erbrachten, in den Prüfungen jedoch völlig blockierten. Besonders im Bereich Kosmetik, wo üblicherweise zwei Dozenten die Prüfungen beaufsichtigen, war der Druck auf manche Studierende enorm. „Wir wollten eine faire Bewertung anbieten, die die Leistungen unserer Studierenden widerspiegelt und nicht nur auf einem einzigen, nervenaufreibenden Prüfungsmoment basiert“, erklärt Gerdy.
Prozesse vereinfacht
In der Praxis erwies sich die Lernqualifizierung als komplexer als erwartet. Das Dozententeam stieß anfangs auf mehrere Probleme, beispielsweise einen übermäßigen Arbeitsaufwand für die Studierenden und eine suboptimale IT-Ausstattung. „Wir haben intensiv daran gearbeitet, die Prozesse zu vereinfachen und benutzerfreundlicher zu gestalten“, erklärt Gerdy.
Das Lehrerteam musste sich an die neue Arbeitsweise anpassen. Feedback gewann an Bedeutung gegenüber Noten, wodurch die Lehrkräfte gezwungen waren, die Ergebnisse anders zu bewerten. „Wir haben an Fortbildungen teilgenommen und gemeinsame Kalibrierungssitzungen abgehalten, um genau festzulegen, was als aussagekräftiger Nachweis gilt. Diese Argumentation muss für alle verständlich sein. Das braucht Zeit, führt aber letztendlich zu mehr Klarheit und Einheitlichkeit bei den Beurteilungen“, sagt Gerdy. Sie lobt ihre Kollegen: „Es ist wirklich bewundernswert, wie sich unser Lehrerteam in so kurzer Zeit angepasst hat.“
Gutes Feedback ist wichtig
Gerdy und ihre Kollegen lernen auch von anderen Summa-Schulen. Innerhalb einer Pilotgruppe, die als „innerer Kreis“ fungierte, gab es eine intensive Zusammenarbeit mit Organisationen wie der Start-up School. Nun gibt es einen „äußeren Kreis“ von Schulen, die später beitreten und das erworbene Wissen nutzen werden. Durch die Zusammenarbeit erkannte Gerdy die Bedeutung von klarem Feedback. „Gutes Feedback zeigt sofort, ob Schüler Fortschritte machen. Wenn ein Schüler Feedback zu einer Reihe von Nachweisen erhält und anschließend eine verbesserte Version einreicht, kann man sicher sein, dass er sich weiterentwickelt. Deshalb ist gutes Feedback ein entscheidender Bestandteil der Lernqualifikation“, betont sie.
Auch der Prüfungsausschuss hat eine neue Rolle übernommen. Während er zuvor hauptsächlich für die Prüfungen zuständig war, überwacht er nun den gesamten Lernprozess. „Das erfordert Vertrauen und regelmäßige Abstimmung“, sagt Gerdy. „Vor allem aber gewährleistet es, dass der Prozess transparent und gut organisiert bleibt.“
Näher am Lernprozess
Dank der Lernqualifikation sind Lehrkräfte enger in den Lernprozess ihrer Schüler eingebunden. Coaches führen intensivere Gespräche und unterstützen die Schüler dabei, selbstständiger zu werden. „Wir verstehen besser, was die Schüler brauchen, und können bei Bedarf schneller eingreifen.“
Für viele Schülerinnen und Schüler reduziert das Programm zur Erlangung von Lernqualifikationen Stress und fördert ihre Selbstständigkeit. Sie sind proaktiver, planen besser und sind eher bereit, um Hilfe zu bitten. „Sie fühlen sich für ihren Lernprozess verantwortlich, und das spiegelt sich in ihrer Einstellung wider. Es erfüllt mich mit großem Stolz zu sehen, wie sich unsere Schülerinnen und Schüler entwickeln und schließlich selbstbewusst und stolz ihre Diplome entgegennehmen.“
Schüler einbeziehen!
Gerdy hat einen klaren Tipp für Kolleginnen und Kollegen, die ebenfalls mit der Lernqualifikation beginnen möchten: Beziehen Sie die Studierenden von Anfang an mit ein. Ihr Feedback vermeidet komplizierte Abläufe. Sie rät außerdem, die Intensität des Programms zu berücksichtigen: „Es braucht Zeit, aber der Nutzen für Studierende und Lehrende macht es mehr als lohnenswert.“
Summa Beauty and Lifestyle wird diesen Ansatz in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Die Grundlage für das zweijährige Kosmetiker-Level-3-Programm ist gelegt. Das dreijährige Allround-Kosmetiker-Level-4-Programm, dessen erste beiden Jahre weitgehend Level 3 entsprechen, wird nach den Sommerferien ein letztes Jahr umfassen, das sich noch in der Entwicklung befindet. Auch andere Programme innerhalb von Summa zeigen Interesse. Gerdy sieht dies als großen Fortschritt: „Durch gemeinsames Lernen und Weiterentwickeln stärken wir nicht nur unser eigenes Programm, sondern die gesamte Summa-Gruppe.“