Die Studentenorganisation Summa durchbricht die gläserne Decke des Europäischen Parlaments
Nisreen Hakrash, Studentin für Rechts-, Versicherungs- und Personalwesen an der Summa, ist auf dem besten Weg, Geschichte zu schreiben. Die 20-jährige Berufsschülerin hat etwas geschafft, was niemand für möglich gehalten hätte: Sie hat die gläserne Decke der Brüsseler Bürokratie durchbrochen. Normalerweise nimmt das Europäische Parlament keine Praktikanten von Berufsschulen auf. Doch dank ihrer Entschlossenheit und eines klugen Schachzugs des Europaabgeordneten Mohammed Chahim aus Helmond scheint sich dies nun zu ändern.
Alles begann mit einem Traum. Nach einem Schulbesuch im Europäischen Parlament im Jahr 2023 wusste Nisreen ganz sicher: „Hier möchte ich später einmal arbeiten.“ Im Rahmen ihres Citizenship-Programms bei Summa Business Services wurde sie die erste Junior-Botschafterin für Europa. Und als im Dezember ein Praktikum bei GroenLinks-PvdA in Brüssel frei wurde, ergriff sie die Chance sofort. Bewerben? Unbedingt!
Chancengleichheit für Berufsschüler
Nach drei erfolgreichen Interviewrunden schien alles in Ordnung. Doch dann machte die Bürokratie einen Strich durch die Rechnung. Was kam dabei heraus? Das Europäische Parlament hat ziemlich… exklusive Vorlieben, was Praktikanten angeht. Berufsschüler? Fehlanzeige. Nur Studierende, die direkt im Anschluss an die Universität gehen können, sind willkommen. Und Berufsschüler benötigen nun mal einen Zwischenstopp über eine höhere berufliche Ausbildung.
Der Europaabgeordnete Chahim setzt sich seit drei Jahren im Parlament für Berufspraktika ein. Und kürzlich hat er sich einen Trick ausgedacht: Er ließ die Delegation von GroenLinks-PvdA als akkreditiertes Berufsbildungsunternehmen registrieren.
Klug? Absolut! Genügend? Leider nein. Brüssel hielt die Tore geschlossen. Doch nach weiterem Druck aus dem Parlament liegt die Angelegenheit nun bei den höchsten Gremien des Europäischen Parlaments. Eine endgültige Entscheidung wird im März erwartet. „Ein wichtiger Schritt hin zu Chancengleichheit“, sagt Nisreen. „Berufsschüler haben immer noch weniger Möglichkeiten als Studierende an Hochschulen und Universitäten.“
„Das hat mich nur noch entschlossener gemacht.“
Für Nisreen kam das Ergebnis zu spät, aber das hielt sie nicht davon ab, weiterzumachen. Sie absolviert nun glücklich ein Praktikum in einem anderen Unternehmen und schließt ihr Studium ohne Verzögerung ab. „Ich hatte Glück, dass mir ein Unternehmen eine tolle Chance geboten hat!“ Und obwohl sie (noch) keine Stelle in Brüssel gefunden hat, ist sie stolz darauf, dass ihre Bewerbung etwas viel Größeres angestoßen hat. „Hoffentlich können zukünftige Praktikanten bald ohne großen Aufwand ins Europäische Parlament gehen, ohne sich erst durch einen undurchsichtigen Dschungel an Vorschriften kämpfen zu müssen.“
Und Nisreen selbst? Sie hat Brüssel noch nicht vergessen. Die Partei GroenLinks-PvdA hat sie bereits eingeladen, nach ihrem Studium ein Praktikum zu absolvieren. „Ich gebe nicht auf! Dieses Abenteuer hat mich nur noch entschlossener gemacht.“
Potenzielle Studierende inspirieren
Neben ihrem Studium engagiert sich Julieta dafür, Studieninteressierte für ein Studium an der Summa zu begeistern. „Ich halte Präsentationen, organisiere Infoabende und besuche berufsvorbereitende Schulen. Viele Schüler wissen nicht genau, was ein dienstleistungsorientiertes Studium beinhaltet. Mir macht es Spaß, ihnen ein realistisches Bild davon zu vermitteln und ihnen die Möglichkeiten aufzuzeigen, die ihnen später in der Wirtschaft offenstehen.“
Sie sind neugierig, welches Programm das Richtige für Sie ist? Finden Sie es heraus beim Informationsabend von Summa am Donnerstag, den 20. März. Werfen Sie einen Blick in unseren Veranstaltungskalender.