Von Roboterprojekten bis hin zu Karrieremöglichkeiten: So coache ich Studierende bei Summa Engineering.
Die Brainport-Region bietet heute und in Zukunft vielfältige Positionen und Jobs an der Schnittstelle von Technologie und anderen Disziplinen. In den kommenden Jahren werden in den Unternehmen der Region Tausende von Arbeitsplätzen entstehen. Doch wer wird diese neuen Mitarbeiter ausbilden? Wie sieht es mit den Ausbildungsmöglichkeiten für zukünftiges technisches Fachpersonal aus? Bei PTH… Pädagogisch-Technische Hochschule Lehrer werden ausgebildet, um die neue Generation von Technikern auf eine anspruchsvolle Karriere im Technologiebereich vorzubereiten. Dennis Pantus (32) ist einer von ihnen.
Spezialisiert auf die Fertigungsindustrie
Dennis ist noch immer beschäftigt. Auf den Tischen im Labor liegen Toblerone-Riegel. Dennis lacht. „Aufgabe für die Studenten“, sagt er. „Sie sollen ein Werkzeug für einen Roboterarm bauen, der die Riegel von A nach B transportiert. Es ist wirklich toll zu sehen, wie unterschiedlich die Gruppen an so eine Aufgabe herangehen. Meine Rolle? Beobachten, Fragen beantworten und ihnen ab und zu den richtigen Weg weisen. Es ist fantastisch.“
Dennis hat sichtlich Freude an seinem Beruf. Er unterrichtet Mechatronik im Ingenieurstudiengang an der Summa University. „Ich unterrichte hauptsächlich Regelungstechnik und Elektrotechnik. Es handelt sich um einen vierjährigen Studiengang der Stufe 4. Die Studierenden können sich auf Fertigung spezialisieren, unter anderem auf die Produktion von Maschinenkomponenten und Installationstechnik. Nach ihrem Abschluss verfügen sie über eine solide Grundlage, um in einem Unternehmen zu arbeiten und ihr Wissen zu vertiefen.“
Schulung und Coaching der Mitarbeiter
Dass Dennis schließlich im Bildungsbereich arbeiten würde, war eigentlich eine Überraschung. Am Stedelijk College in Eindhoven hatte er in der Oberstufe einen technischen Schwerpunkt. „Ich habe schon sehr früh an Rollern und Autos herumgebastelt. Ich liebte es, etwas zu bauen und dann sofort die Ergebnisse zu sehen. Einen kleinen Motor zu tunen und plötzlich viel schneller zu fahren – das ist befriedigend.“
Nach seinem Schulabschluss schrieb sich Dennis an der Fontys-Universität für Fahrzeugtechnik ein. Es lief nicht gut. Dennis: „Ich fand die Theorie ziemlich schwierig und mir fehlte der Austausch mit anderen. Nach mehreren Gesprächen mit Dozenten wechselte ich zu dem damals so genannten Studiengang Fahrzeugpädagogik, dem Lehrerausbildungsprogramm für Kraftfahrzeugtechnik an der PTH.“
Dieses Programm lag mir eindeutig besser. Trotzdem zog Dennis eine Karriere im Bildungsbereich nicht sofort in Betracht. „Ich hatte das Gefühl, man könne nicht in den Bildungsbereich einsteigen, ohne umfangreiche Erfahrung in der Wirtschaft zu haben. Was mir aber Spaß machte, war das Coaching von Mitarbeitern in einem Unternehmen. Die Arbeit mit Technologie, verbunden mit Schulungen und Coachings – das fand ich interessant.“
Das Praktikum bei Summa Automotive war ein Wendepunkt.
Dennis hat das Unterrichten an der PTH sehr genossen. „Die Lehrer waren offen für ihre Ideen, und auch die Praktika haben mir viel Spaß gemacht. Mein erstes Praktikum absolvierte ich an einer berufsvorbereitenden Sekundarschule. Das Praktikum gefiel mir, unter anderem, weil ich lernte, eine Klasse zu leiten. Die Zielgruppe selbst begeisterte mich allerdings nicht so sehr. Ich verbrachte viel Zeit mit Pädagogik und Erziehungsfragen und deutlich weniger mit technischen Inhalten.“
Im darauffolgenden Jahr begann Dennis ein Praktikum bei Summa Automotive. Ein Wendepunkt in seiner Karriere. „Absolut“, erinnert er sich. „Es macht Spaß, mit diesen motivierten Studenten über technische Themen und Probleme zu sprechen.“ Ein Praktikum im Wirtschaftssektor mitten im Jahr bestärkte ihn nur noch mehr in seinem Wunsch, Lehrer zu werden. „Ich fand es in dem Unternehmen ziemlich eintönig. Alles war standardisiert. Ich konnte mich dort nicht wirklich einbringen.“