Zusammenfassung: Obligatorische Praktikumsvergütung – ein wichtiger Schritt für alle Berufsschüler
Das Repräsentantenhaus hat einen Antrag angenommen, der die Regierung auffordert, eine obligatorische und angemessene Praktikumsvergütung für alle Bildungsstufen gesetzlich einzuführen. Der Antrag der sozialistischen Abgeordneten Sandra Beckerman wurde am Dienstag, dem 2. Dezember 2025, mit breiter Unterstützung angenommen. Der Kerngedanke ist klar: Studierende, die im Rahmen ihres Studiums ein Praktikum absolvieren, müssen angemessen vergütet werden, unabhängig davon, ob sie eine Berufsausbildung (MBO), eine höhere Fachausbildung (HBO) oder ein Universitätsstudium (WO) absolvieren.
Die Summa-Vorsitzende Annemarie Moons begrüßte die Entscheidung. „Dies ist ein wichtiger Schritt für alle Berufsschüler in den Niederlanden“, so Moons. „Politiker erkennen an, dass Praktika für das Erlernen eines Berufs unerlässlich sind und eine faire Vergütung ebenso wichtig ist. Für viele Studierende – insbesondere Berufsschüler – macht eine solche Vergütung einen spürbaren finanziellen Unterschied.“
Recht auf angemessene Entschädigung
Der Antrag steht im Einklang mit dem MBO-Praktikumspakt 2023–2027, der festlegt, dass jeder MBO-Student Anspruch auf eine angemessene Vergütung für sein Praktikum hat. In der Praxis erhält jedoch nur ein geringer Prozentsatz der MBO-Studenten tatsächlich eine Vergütung, und deren Höhe variiert stark.
Praktika sind ein wesentlicher und obligatorischer Bestandteil nahezu aller berufsbildenden Programme im Sekundarbereich II. Moons: „Eine gesetzlich verankerte Praktikumsvergütung kann die finanzielle Hürde senken und Programme in Branchen mit erheblichem Fachkräftemangel, wie Technologie, Gesundheitswesen, Logistik und Unternehmensdienstleistungen, attraktiver machen. Diese Maßnahme wirkt sich daher nicht nur auf die Situation der Studierenden aus, sondern auch auf die umfassendere gesellschaftliche Herausforderung, der wir uns bei Brainport stellen müssen: die Sicherstellung einer ausreichenden Anzahl gut ausgebildeter Fachkräfte.“
Jetzt ist die Regierung an der Reihe.
Formal ist der Antrag nun angenommen; die eigentliche Änderung folgt später. Die Regierung arbeitet den Auftrag des Repräsentantenhauses in konkrete Gesetze um und legt genau fest, wie und wann die Verpflichtung Anwendung findet. Die Richtung ist jedoch klar: Eine Praktikumsvergütung wird ausdrücklich als Recht und nicht als Gefälligkeit dargestellt.